Geldanlage bei S & C · Teil 2 von 4
Wie wirtschaftliche Veränderungenauf Ihr Portfolio wirken.
Wirtschaft, Zinsen und Inflation wirken unterschiedlich auf Aktien, Geldmarkt, Anleihen und Rohstoffe. Diese Zusammenhänge erklären, warum Risikostreuung sinnvoll sein kann – und weshalb die passende Mischung von Ihren Zielen und Ihrer persönlichen Situation abhängt.
Vier Anlageklassen.
- Aktien
- Geldmarkt
- Anleihen
- Rohstoffe
01 · Was Märkte bewegt
Was Märkte bewegt – und warum das für Ihre Geldanlage wichtig ist.
Was bedeuten steigende Zinsen, höhere Preise oder eine schwächere Wirtschaft für Ihre Geldanlage? Diese drei Begriffe helfen, die Zusammenhänge zu verstehen.
Wirtschaft
Ob Menschen mehr oder weniger kaufen, beeinflusst die Umsätze und Gewinne vieler Unternehmen.
Zinsen
Zinsen bestimmen mit, was Kredite kosten und wie viel verzinsliche Anlagen einbringen.
Inflation
Steigen die Preise insgesamt, können Sie für denselben Geldbetrag weniger kaufen. Auch die Kosten vieler Unternehmen steigen.
An den Märkten kommen meist mehrere Einflüsse zusammen. Für die folgenden Beispiele schauen wir uns einzelne Zusammenhänge an – so lassen sich die Unterschiede leichter verstehen.
02 · Wie Anlagen reagieren
Eine Veränderung.
Unterschiedliche Reaktionen.
Wählen Sie ein Beispiel und sehen Sie, wie Aktien, Geldmarkt, Anleihen und Rohstoffe darauf reagieren können.
Zinsen steigen
Kredite werden teurer, kurzfristige Anlagen bringen mehr Zins.
Beispiel: Zinsen steigen. Gewinne und Schuldnerqualität bleiben zunächst unverändert.Aktien
Kurse & Gewinne
↓Eher Gegenwind · Leichterer Gegenwind im Beispiel
Geldmarkt
Laufender Zins
↑Mehr Zins · Die laufende Verzinsung steigt nach und nach; kein plötzlicher Kursgewinn.
Anleihen
Bestehende Kurse
↓Eher Gegenwind · Deutlicherer Gegenwind im Beispiel
Rohstoffe
Preise im Rohstoffkorb
↔Nicht eindeutig · Je nach weiteren Einflüssen können die Preise steigen oder fallen
Die Beispiele zeigen vereinfachte Zusammenhänge, keine Vorhersage.
Was hier passiert
Ein Zinsanstieg wirkt nicht überall gleich.
Am Geldmarkt steigt die laufende Verzinsung nach und nach. Bestehende Anleihen können gleichzeitig an Wert verlieren.
Neue kurzfristige Anlagen bringen nach und nach höhere laufende Zinsen.
Bestehende feste Zinszahlungen werden relativ unattraktiver. Die Kurse können fallen.
Warum reagieren die Anlageklassen so?
Wir betrachten den Zinseffekt für sich. Gewinne und Schuldnerqualität bleiben zunächst unverändert.
Geldmarkt: höhere Zinsen bei der Wiederanlage
Geldmarktfonds legen frei werdendes Geld zu den neuen Zinsen an. So kann ihre laufende Verzinsung nach und nach steigen. Gemeint ist der Zinsertrag, nicht ein plötzlicher Kursgewinn.
Anleihen: neue Anlagen bieten mehr Zins
Eine bestehende Anleihe mit festem Zins wird weniger attraktiv, wenn neue, vergleichbare Anleihen mehr Zins bieten. Ihr Kurs kann deshalb fallen. Wie stark er reagiert, hängt unter anderem von der verbleibenden Laufzeit und dem Kupon ab, also dem vereinbarten Zinssatz. Neu angelegtes Geld kann später ebenfalls höhere Zinsen bringen.
Aktien: höherer Zins als Gegenwind
Höhere Zinsen machen Kredite teurer. Bei der Bewertung von Aktien werden erwartete künftige Gewinne auf ihren heutigen Wert umgerechnet. Mit einem höheren Zinssatz fällt dieser Wert niedriger aus. Zugleich werden verzinsliche Alternativen attraktiver. Bessere Gewinnaussichten oder bereits erwartete Zinsschritte können die Reaktion der Aktienkurse verändern.
Was wir für das Beispiel vereinfachen
In diesem Beispiel steigen sowohl kurzfristige Zinsen als auch die Renditen längerfristiger Anleihen. Die Gewinnaussichten und die Fähigkeit der Schuldner zur Rückzahlung bleiben gleich. Außerhalb des Beispiels können sich kurz- und langfristige Zinsen unterschiedlich entwickeln. Die Zeigerstellungen dienen der Erklärung und geben keine berechneten Gewinne oder Verluste an.
Das Beispiel erklärt einen Zusammenhang und ist keine Vorhersage. Anlegererwartungen, Wechselkurse und weitere Entwicklungen können das Ergebnis verändern.
Die vier Beispiele zum Nachlesen.
Die Instrumente zeigen zunächst „Zinsen steigen“. Hier können Sie alle vier Beispiele auch ohne interaktiven Wechsel lesen.
Wirtschaft schwächelt
Verbraucher und Unternehmen geben weniger aus. Die Nachfrage lässt nach.
Wir betrachten weniger Nachfrage bei unveränderten kurzfristigen Zinsen und unverändertem allgemeinen Zinsniveau. Das Rohstoffangebot bleibt gleich; Rückzahlungsrisiken einzelner Schuldner können sich verändern.
Weniger Nachfrage kann Umsätze, Gewinne und Aktienkurse belasten.
Die schwächere Wirtschaft allein verändert den kurzfristigen Geldmarktzins noch nicht.
Anleihen schwächerer Schuldner können an Wert verlieren. Bei verlässlichen Schuldnern wirkt dieser Druck weniger stark.
Weniger Produktion kann die Nachfrage nach Energie und Industriemetallen dämpfen.
Aktien reagieren oft direkter über Gewinne. Bei Rohstoffen spielt zusätzlich das verfügbare Angebot eine große Rolle.
Zinsen steigen
Kredite werden teurer, kurzfristige Anlagen bringen mehr Zins.
Wir betrachten den Zinseffekt für sich. Gewinne und Schuldnerqualität bleiben zunächst unverändert.
Höhere Zinsen machen Kredite teurer und verzinsliche Alternativen attraktiver. Das kann Aktienkurse belasten.
Neue kurzfristige Anlagen bringen nach und nach höhere laufende Zinsen.
Bestehende feste Zinszahlungen werden relativ unattraktiver. Die Kurse können fallen.
Aus dem Zinsanstieg allein folgt keine klare Richtung für einen breiten Rohstoffkorb.
Am Geldmarkt steigt die laufende Verzinsung nach und nach. Bestehende Anleihen können gleichzeitig an Wert verlieren.
Zinsen fallen
Kredite werden günstiger, neue kurzfristige Anlagen bringen weniger Zins.
Wir betrachten den Zinseffekt für sich. Gewinne und Schuldnerqualität bleiben zunächst unverändert.
Günstigere Kredite und weniger Zins bei Alternativen können Aktienkurse unterstützen.
Neue kurzfristige Anlagen bringen nach und nach weniger laufenden Zins.
Bestehende feste Zinszahlungen werden relativ attraktiver. Die Kurse können steigen.
Aus dem Zinsrückgang allein folgt keine klare Richtung für einen breiten Rohstoffkorb.
Am Geldmarkt sinkt die laufende Verzinsung nach und nach. Bestehende Anleihen können dagegen an Wert gewinnen.
Inflation steigt
Energie und Materialien werden knapper und teurer. Das treibt viele Preise nach oben.
Beispiel: Rohstoffknappheit treibt die Inflation; Marktrenditen ziehen an, kurzfristige Zinsen reagieren zunächst noch nicht.
Höhere Energie- und Materialkosten können die Gewinne vieler Unternehmen belasten.
Inflation allein erhöht den laufenden Geldmarktzins nicht. Dafür müssten kurzfristige Zinsen steigen.
Höhere Inflationserwartungen und Marktrenditen können bestehende Anleihekurse belasten.
Knappere Energie und Materialien können die Preise der betroffenen Rohstoffe deutlich erhöhen.
Teurere Rohstoffe können Unternehmen und Anleihen belasten, während der Rohstoffkorb Rückenwind bekommt. Das gilt nicht für jede Form von Inflation.
03 · Risiko streuen
Risikostreuung hat zwei Ebenen.
Ein Portfolio lässt sich auf zwei Ebenen breiter aufstellen: innerhalb der Aktienanlage und durch die Kombination unterschiedlicher Anlageklassen.
Innerhalb der Aktienanlage
Über viele Unternehmen streuen.
Eine Aktienanlage kann sich über verschiedene Länder, Branchen und Geschäftsmodelle verteilen.
Aktienanlage
Breit innerhalb des Aktienmarkts aufgestellt. Die Anlage verteilt sich auf unterschiedliche Länder, Branchen und Geschäftsmodelle.
Über Anlageklassen hinweg
Mehrere Anlageklassen kombinieren.
Aktien, Geldmarkt, Anleihen und Rohstoffe reagieren auf wirtschaftliche Veränderungen nicht immer gleich.
kombinieren
Mehrere Anlageklassen, unterschiedliche Eigenschaften. Die Kombination kann die Abhängigkeit von der Entwicklung des Aktienmarkts verringern.
Für unterschiedliche Marktphasen breiter aufgestellt.Sie beteiligen sich an vielen Unternehmen und ergänzen die Aktienanlage je nach Ziel um andere Anlageklassen. So hängt weniger davon ab, dass ein einzelner Markt oder eine einzelne Anlage gut läuft.
Risikostreuung kann Schwankungen abmildern, Verluste aber nicht ausschließen. Auch mehrere Anlageklassen können gleichzeitig an Wert verlieren.
04 · Portfolio ausrichten
Nicht jeder braucht
dieselbe Mischung.
Wie ein Portfolio aufgebaut wird, hängt nicht nur vom Markt ab. Anlagezeitraum, Rücklagen, geplante Entnahmen und Ihr persönlicher Umgang mit Schwankungen bestimmen die passende Aufteilung mit.
Berufsstart &
Vermögensaufbau
Rücklagen bilden und mit dem Vermögensaufbau beginnen.
Im MittelpunktWelches Geld brauchen Sie bald, welches können Sie länger anlegen?
Beispiel ansehen
Ein regelmäßiges Einkommen schafft Spielraum zum Sparen. Gleichzeitig können die erste Wohnung, ein Auto oder weitere Pläne Geld beanspruchen.
Worauf es bei der Planung ankommt
- Zeit
- Nicht das Alter entscheidet, sondern wann Sie das jeweilige Geld brauchen. Ein späteres Vorsorgeziel ist etwas anderes als ein Kauf im nächsten Jahr.
- Rücklage
- Geplante Ausgaben und ein Puffer bleiben getrennt vom langfristig investierten Betrag.
- Risiko
- Wenig Börsenerfahrung bedeutet nicht automatisch hohe Risikobereitschaft. Verluste sollten finanziell verkraftbar sein – und Sie sollten auch persönlich damit umgehen können.
Was das für Ihr Portfolio bedeutet
Geld, das Sie langfristig nicht benötigen, kommt eher für einen höheren Aktienanteil infrage. Voraussetzung sind ausreichende Rücklagen und die Fähigkeit, mit deutlichen Wertverlusten umzugehen. Geld für baldige Ausgaben planen Sie getrennt davon.
Auch am Berufsstart kann eine vorsichtigere Mischung besser zur eigenen Situation passen.
Das ist ein Beispiel, keine persönliche Anlageempfehlung. Welche Aufteilung zu Ihnen passt, besprechen wir anhand Ihrer Ziele, Erfahrungen und finanziellen Situation.
Familie &
Planung
Für Wohnen, Kinder und die eigene Altersvorsorge planen.
Im MittelpunktWie viel Geld benötigen Sie für Ihre Vorhaben – und wann?
Beispiel ansehen
Eine Familie spart für unterschiedliche Vorhaben. Neben der langfristigen Vorsorge stehen vielleicht ein Umzug, eine Immobilie oder Ausgaben für die Kinder an.
Worauf es bei der Planung ankommt
- Zeit
- Jedes Ziel hat seinen eigenen Zeitraum. Das Geld für den nächsten größeren Schritt muss nicht dieselbe Strategie haben wie die langfristige Vorsorge.
- Verfügbarkeit
- Laufende Verpflichtungen, mögliche Einkommenspausen und geplante Ausgaben gehören in die Rücklagenplanung.
- Risiko
- Verantwortung für eine Familie legt keine feste Aktienquote fest. Entscheidend sind finanzielle Spielräume und das gemeinsame Sicherheitsgefühl.
Was das für Ihr Portfolio bedeutet
Eine Aufteilung nach Zielen kann sinnvoller sein als eine einzige Mischung für alles. Langfristiges Kapital darf anders ausgerichtet sein als Geld, das bald benötigt wird.
Auch Familien können langfristig aktienorientiert investieren – sofern ihre übrige Planung dafür Spielraum lässt.
Das ist ein Beispiel, keine persönliche Anlageempfehlung. Welche Aufteilung zu Ihnen passt, besprechen wir anhand Ihrer Ziele, Erfahrungen und finanziellen Situation.
Vermögen &
Flexibilität
Vermögen gezielt anlegen und ausreichend Geld verfügbar halten.
Im MittelpunktWie ergänzt das Depot Ihr übriges Vermögen?
Beispiel ansehen
Neben einem Depot können Immobilien, Beteiligungen oder ein Unternehmen vorhanden sein. Daraus ergeben sich unterschiedliche Verpflichtungen, Erträge und Risiken.
Worauf es bei der Planung ankommt
- Gesamtbild
- Welche Risiken bestehen bereits außerhalb des Depots? Eine einzelne Position ist nur ein Teil der Vermögensplanung.
- Liquidität
- Geplante Käufe, betriebliche Verpflichtungen und gewünschte Entnahmen können eine eigene Reserve erfordern.
- Risiko
- Mehr Vermögen bedeutet nicht automatisch mehr Risikobereitschaft. Umgekehrt muss auch nicht jeder Euro gleich vorsichtig angelegt werden.
Was das für Ihr Portfolio bedeutet
Die Mischung ergibt sich aus Gesamtvermögen, verfügbaren Reserven und dem Ziel dieses Anlagebetrags. Je nach Ausgangslage kann sie wachstums- oder stabilitätsorientierter ausfallen.
Auch wenn Sie einen Verlust finanziell verkraften könnten, müssen Sie sich mit den möglichen Schwankungen wohlfühlen.
Das ist ein Beispiel, keine persönliche Anlageempfehlung. Welche Aufteilung zu Ihnen passt, besprechen wir anhand Ihrer Ziele, Erfahrungen und finanziellen Situation.
Ruhestand &
Entnahme
Die Rente ergänzen und übriges Vermögen langfristig anlegen.
Im MittelpunktWas benötigen Sie regelmäßig, und was kann länger investiert bleiben?
Beispiel ansehen
Das Depot soll möglicherweise die Rente ergänzen. Vielleicht bleibt daneben Vermögen, das langfristig investiert oder später an die nächste Generation weitergegeben werden soll.
Worauf es bei der Planung ankommt
- Entnahmen
- Welche Beträge werden regelmäßig benötigt, und was decken andere Einkünfte? Daraus ergibt sich der Liquiditätsbedarf.
- Zeit
- Auch im Ruhestand kann ein Teil Ihres Vermögens noch viele Jahre angelegt bleiben. Geld für die nächsten Entnahmen benötigt dagegen eine andere Planung.
- Risiko
- Wer bei fallenden Kursen Geld entnehmen muss, hat weniger Spielraum zum Abwarten. Ausreichende Reserven und die persönliche Verlusttoleranz bleiben wichtig.
Was das für Ihr Portfolio bedeutet
Geld für absehbare Entnahmen sollte rechtzeitig verfügbar sein und möglichst wenig schwanken. Den längerfristig nicht benötigten Teil können Sie anders anlegen.
Ruhestand bedeutet nicht automatisch eine niedrige Aktienquote. Entscheidend ist, wofür das jeweilige Geld gedacht ist.
Das ist ein Beispiel, keine persönliche Anlageempfehlung. Welche Aufteilung zu Ihnen passt, besprechen wir anhand Ihrer Ziele, Erfahrungen und finanziellen Situation.
Was zusätzlich zählt
Ihre finanzielle Situation und Ihr Sicherheitsgefühl zählen.
Auch bei ähnlichem Einkommen und Vermögen können zwei Menschen unterschiedlich auf Kursverluste reagieren.
Was können Sie finanziell verkraften?
Wie viel dürfte Ihre Anlage an Wert verlieren, ohne dass Geld für laufende Ausgaben oder wichtige Pläne fehlt?
Rücklagen · Verpflichtungen · ZieleWie ruhig bleiben Sie bei Verlusten?
Was passiert, wenn Ihr Depot deutlich im Minus liegt? Können Sie an der gewählten Strategie festhalten?
Ruhe · Erfahrung · RisikobereitschaftDie Aufteilung sollte zu Ihren finanziellen Möglichkeiten passen – und zu den Schwankungen, mit denen Sie sich wohlfühlen.
Auch eine reine Aktienanlage kann infrage kommen. Für langfristig verfügbares Geld benötigen Sie dafür eine breite Streuung, ausreichende Rücklagen und die Fähigkeit, deutliche Wertverluste finanziell wie persönlich zu verkraften. Ob diese Ausrichtung zu Ihnen passt, klären wir im Gespräch.
Häufige Fragen
Die wichtigsten Fragen zu den Beispielen.
Hier finden Sie Antworten zur Darstellung und zur Risikostreuung.
Reagieren Anlageklassen immer so wie dargestellt?
Nein. Die vier Beispiele erklären einzelne Zusammenhänge. So lässt sich leichter nachvollziehen, warum sich Aktien, Geldmarkt, Anleihen und Rohstoffe unterschiedlich entwickeln können.
Tatsächlich können sich Zinsen, Inflation und die Aussichten der Unternehmen gleichzeitig verändern. Dann können sich die Folgen verstärken oder teilweise ausgleichen. Außerdem reagieren Kurse oft schon auf Erwartungen, bevor eine Entwicklung eintritt.
Die Zeiger geben deshalb nur eine mögliche Richtung an. Sie sagen weder voraus, wie sich eine Anlage entwickelt, noch wie hoch Gewinne oder Verluste ausfallen.
Können mehrere Anlageklassen gleichzeitig fallen?
Ja. Steigende Marktzinsen können zum Beispiel sowohl die Kurse bestehender Anleihen als auch Aktienkurse belasten. Rohstoffpreise können ebenfalls fallen; sie gleichen Verluste anderer Anlagen nicht automatisch aus.
Wer über verschiedene Unternehmen, Märkte und Anlageklassen streut, hängt weniger von einzelnen Anlagen ab. Das kann Schwankungen abmildern. Es bedeutet aber nicht, dass Verluste eines Teils immer durch Gewinne eines anderen ausgeglichen werden.
Bedeuten mehr Anlageklassen automatisch weniger Risiko?
Nein. Wichtig sind die enthaltenen Anlagen und ihr jeweiliger Anteil am Portfolio. Mehrere Fonds können beispielsweise in dieselben Unternehmen investieren. Bei einer zusätzlichen Anlageklasse kommt es darauf an, wie sie sich mit den vorhandenen Anlagen ergänzt und welchen Anteil sie erhält.
Wann kommt eine reine Aktienanlage infrage?
Auch innerhalb einer reinen Aktienanlage können Sie über viele Unternehmen, Branchen und Länder streuen. Für langfristig verfügbares Geld kann diese Ausrichtung infrage kommen, wenn ausreichende Rücklagen vorhanden sind und Sie deutliche Wertverluste tragen können. Ob andere Anlageklassen hinzukommen sollten, hängt von Ihren Zielen, geplanten Entnahmen und Ihrem Umgang mit Schwankungen ab.
Annahmen, Grenzen und Quellen
So sind die Beispiele zu verstehen
Die Zeiger zeigen eine vereinfachte Richtung. Ihre Positionen wurden zur Erklärung gewählt, nicht aus Marktdaten berechnet. Ein größerer Ausschlag bedeutet deshalb weder eine bestimmte Rendite noch eine höhere Wahrscheinlichkeit.
Worauf sich die vier Anzeigen beziehen
Bei Aktien geht es um Kurse und Gewinnaussichten, beim Geldmarkt um den laufenden Zins, bei Anleihen um die Kurse bestehender festverzinslicher Anlagen und bei Rohstoffen um die Preise verschiedener Rohstoffe. Die Anzeigen beschreiben also unterschiedliche Größen. Aus ihnen lässt sich keine Gesamtrendite für ein Portfolio berechnen.
Warum wir die Faktoren einzeln zeigen
Die beiden Zinsbeispiele erklären zunächst die Folgen veränderter Zinsen. Gewinnaussichten und Rückzahlungsrisiken bleiben dabei unverändert. Im Inflationsbeispiel werden Energie und Materialien knapper und teurer; zugleich steigen die längerfristigen Marktzinsen. Die jeweiligen Annahmen stehen beim Beispiel. Tatsächliche Marktbewegungen hängen zusätzlich davon ab, welche Entwicklungen Anleger bereits erwarten.
Die Lebenslagen dienen zur Orientierung
Aus Alter, Familienstand oder Vermögen allein ergibt sich keine bestimmte Aktienquote. Die vier Beispiele zeigen, worauf es bei der persönlichen Planung ankommen kann.
Quellen zu den Grundlagen
- EZB · Wie Geldpolitik wirkt (öffnet einen neuen Tab)Zinsen, Erwartungen und wirtschaftliche Übertragung · Englisch
- EZB · Was ist Inflation? (öffnet einen neuen Tab)Preisniveau und Kaufkraft · Deutsch
- SEC · Anleihen und ihre Risiken (öffnet einen neuen Tab)Zins-, Ausfall- und Inflationsrisiken · Englisch
- Federal Reserve · Zinsen und Vermögenspreise (öffnet einen neuen Tab)Finanzierung, Aktienbewertungen und geldpolitische Wirkungen · Englisch
- Weltbank · Rohstoffmärkte (öffnet einen neuen Tab)Angebot, Nachfrage und Unterschiede zwischen Rohstoffgruppen · Englisch
- SEC · Anlageaufteilung und Streuung (öffnet einen neuen Tab)Diversifikation, Anlagehorizont und Risikobereitschaft · Englisch
Die Quellen erläutern allgemeine Marktmechanismen. Für eine konkrete Anlageentscheidung sind Ihre persönliche Situation und die aktuellen Unterlagen der jeweiligen Produkte maßgeblich.
Weiter mit Teil 3
So werden aus Anlageklassen konkrete Weltportfolios.
Sehen Sie, wie unsere vier Weltportfolios aufgebaut sind: mit 30, 50, 70 oder 100 Prozent Aktienanteil. Welche weiteren Anlageklassen hinzukommen, hängt von der jeweiligen Ausrichtung ab.
Geldanlage bei S & C · Die vier Teile im Überblick
Geldanlage bei S & C.
Vier Teile, ein Gesamtbild.
Von den Grundlagen über Märkte und Risikostreuung bis zu unseren Weltportfolios und der langfristigen Depotbetreuung: Wählen Sie den Teil, der Sie interessiert.
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