Geldanlage bei S & C · Teil 1 von 4
Ihre Rücklagen. Ihre Ziele.So planen Sie Ihre Geldanlage.
Wer Geldanlage verstehen möchte, sollte nicht mit einem Produkt beginnen. Zuerst klären wir Ihre Rücklagen und geplanten Ausgaben. Danach geht es um Ihr langfristiges Vermögen: Wie beeinflusst Inflation die Kaufkraft – und was kann Anlegen über die Jahre verändern?
Die Beispiele helfen Ihnen, diese Fragen Schritt für Schritt mit uns zu besprechen.
Grundlagen verstehenEin klarer Überblick.
- Reserveverfügbar bleiben
- Geplante Zielemit festem Zeitraum
- Langfristiges Vermögenmit Zeit zum Anlegen
01 · Geld einordnen
Was bleibt verfügbar – und was können Sie langfristig anlegen?
Rücklagen, geplante Ausgaben und langfristiger Vermögensaufbau brauchen unterschiedliche Lösungen.
Reserve
Für Unerwartetes.
Eine Rücklage, auf die Sie bei ungeplanten Ausgaben schnell zugreifen können.
Reparaturen · Einkommensausfall
Geplante Ziele
Für Ihre Vorhaben.
Das Geld für einen geplanten Kauf soll zum vereinbarten Zeitpunkt verfügbar sein.
Immobilie · Auto · Ausbildung
Langfristiges Vermögen
Für Ihre Zukunft.
Vermögen aufbauen und für den Ruhestand vorsorgen – mit einem passenden Anlagezeitraum.
Vermögensaufbau · Altersvorsorge
Rücklagen klären. Langfristig anlegen.
02 · Kaufkraft verstehen
Was können Sie sich später
für denselben Betrag kaufen?
Steigen die Preise, reicht derselbe Betrag für weniger. Hier sehen Sie, wie sich seine Kaufkraft über die Jahre verändert – zunächst ohne Verzinsung.
Ohne Ertrag gerechnet
Die Kaufkraft-Zeitmaschine
Wählen Sie zwischen heute und 40 Jahren. Die Pfeiltasten ändern den Zeitraum um ein Jahr. Pos1 führt zu heute und Ende zu 40 Jahren.
Geldbetragim Beispiel unverändert
100.000 €
Ohne Zinsen, Ein- oder Auszahlungen.
Kaufkraft nach 20 Jahrenin heutigem Geld
67.297 €
Was Sie sich dafür zu heutigen Preisen leisten könnten.
Kaufkraft heute100 %
Nach 20 Jahren67,3 %
Ohne Zinsen bleibt der Geldbetrag unverändert.
Bei steigenden Preisen können Sie sich dafür weniger kaufen.
Annahme: 2 % Inflation pro Jahr, ohne Guthabenzinsen, Kosten, Steuern sowie Ein- oder Auszahlungen. Die tatsächliche Inflation kann höher oder niedriger sein. Keine Prognose.
Rechenbeispiel: 100.000 €, 2 % Inflation pro Jahr.
| Zeitraum | Geldbetrag | Kaufkraft |
|---|---|---|
| Heute | 100.000 € | 100.000 € |
| 5 Jahre | 100.000 € | 90.573 € |
| 10 Jahre | 100.000 € | 82.035 € |
| 20 Jahre | 100.000 € | 67.297 € |
| 30 Jahre | 100.000 € | 55.207 € |
| 35 Jahre | 100.000 € | 50.003 € |
| 40 Jahre | 100.000 € | 45.289 € |
Warum verliert Geld Kaufkraft?
Wenn viele Waren und Dienstleistungen teurer werden, sinkt die Kaufkraft: Für denselben Betrag können Sie weniger kaufen. Ein einzelner teurerer Artikel ist noch keine allgemeine Inflation.
Wie entsteht Preisdruck?
Mehr Nachfrage oder ein knapperes Angebot können Preise steigen lassen.
Preis
Menge
Der Schnittpunkt zeigt den Preis, bei dem Angebot und Nachfrage zusammenpassen.
Die Linien erklären einen Zusammenhang, keine konkrete Preisprognose.
Was haben Zentralbanken und Staat damit zu tun?
Niedrigere Zinsen können Kredite und Investitionen erleichtern. Bei Wertpapierkäufen schafft die Zentralbank Zentralbankgeld; auch Geschäftsbanken schaffen Buchgeld, wenn sie Kredite vergeben. Ob daraus höhere Verbraucherpreise entstehen, hängt unter anderem davon ab, ob mehr ausgegeben wird und das Angebot mithalten kann.
Zusätzliche Staatsausgaben, etwa über neue Schulden finanziert, können die Nachfrage ebenfalls erhöhen. Mehr Schulden bedeuten aber nicht automatisch mehr Inflation: Investitionen können später auch das Angebot vergrößern. Staatliche Kreditaufnahme und Geldschöpfung sind nicht dasselbe.
Preise können auch von der Kostenseite steigen
Knappere Energie, Lieferausfälle oder höhere Lohn- und Materialkosten können Produkte verteuern. Häufig kommen mehrere Ursachen zusammen. Das Diagramm zeigt diese Einflüsse getrennt, damit der Zusammenhang verständlich bleibt.
Grundlagen: Deutsche Bundesbank und EZB. Die Schaubilder sind vereinfachte S & C-Beispiele. Quellen finden Sie gesammelt am Seitenende.
Aus dem Alltag
So haben sich bekannte Preise verändert.
Eine Maß, Fahrstunden oder ein Brief: Konkrete Preise machen Veränderungen greifbar.
Für einen Liter Festbier.
Preisentwicklung ansehen
| Jahr | Ø Preis |
|---|---|
| 2000 | 6,35 € |
| 2005 | 7,15 € |
| 2010 | 8,79 € |
| 2015 | 10,27 € |
| 2019 | 11,71 € |
| 2025 | 15,33 € |
Statistisches Amt München. Auswahl aus der Jahresreihe; 2020 und 2021 fand keine Wiesn statt.
Theorie und Gebühren entwickelten sich anders.
Preisentwicklung ansehen
| Bestandteil | Anstieg |
|---|---|
| Praxisunterricht | +71,5 % |
| Theorieunterricht | +80,7 % |
| Führerscheingebühr | +24,0 % |
Veröffentlichter Vergleich des Bayerischen Landesamts für Statistik. Keine Jahrestabelle und kein Gesamtpreis für einen Führerschein.
Ein Standardbrief
Standardbrief · 2003–2025
für einen Brief bis 20 Gramm.
Preisentwicklung ansehen
Ausgewählte Tarifänderungen · Porto je Brief
| Tarifstand | Porto |
|---|---|
| 01.01.2003 | 0,55 € |
| 01.01.2013 | 0,58 € |
| 2015 | 0,62 € |
| 01.07.2019 | 0,80 € |
| 01.01.2022 | 0,85 € |
| 01.01.2025 | 0,95 € |
Deutsche Post und Bundesnetzagentur. Auswahl von Tarifständen, keine vollständige Preisreihe. Seit 2025 gelten außerdem längere Regellaufzeiten für die Zustellung.
Preisveränderungen über die jeweils genannten Zeiträume – keine allgemeine Inflationsrate.
Zeiträume und Quellen zu den Alltagspreisen
Die Maß zeigt Durchschnittspreise, die Fahrschule die Preisänderung einzelner Leistungen und der Brief konkrete Portowerte. Die Zeiträume unterscheiden sich. Keines der Beispiele steht für die allgemeine Inflationsrate.
- Statistisches Amt München · Oktoberfest-Bierpreise 1985–2025 (öffnet einen neuen Tab)Durchschnittspreis für eine Maß (1 Liter) in den Festzelten, in Euro. Gezeigt werden 2000, 2005, 2010, 2015, 2019 und 2025. Veränderung 2000–2025 von S & C berechnet. Quelle: Landeshauptstadt München; Nutzung unter Datenlizenz Deutschland – Namensnennung 2.0.
- Bayerisches Landesamt für Statistik · Preisvergleich zum Führerschein (öffnet einen neuen Tab)Mitteilung vom 31. Oktober 2025. Gesamtveränderung 2015–2024: Praxisunterricht +71,5 %, Theorieunterricht +80,7 %, Führerscheingebühr +24,0 %. Keine jährliche Zeitreihe. Die Gesamtkosten eines Führerscheins hängen auch von den benötigten Fahrstunden ab.
- Bundesnetzagentur · Historische Portowerte (öffnet einen neuen Tab)55 Cent ab 2003, 58 Cent ab 2013 und 85 Cent ab 2022.
- Deutscher Bundestag · Standardbrief 2015 (öffnet einen neuen Tab)62 Cent im Jahr 2015; Bestätigung des damals geltenden Portos.
- Deutsche Post · Briefporto ab Juli 2019 (öffnet einen neuen Tab)80 Cent für den Standardbrief national bis 20 Gramm ab 1. Juli 2019.
- Deutsche Post · Porto und Zustellbedingungen ab 2025 (öffnet einen neuen Tab)95 Cent ab 1. Januar 2025. Zugleich wurden die Regellaufzeiten der Zustellung geändert.
Quellen geprüft am 6. Oktober 2026. Für eine vergleichbare langjährige Einzelpreisreihe von Bäckerbrötchen lag keine ausreichend belastbare Quelle vor; deshalb verwenden wir hier Briefporto statt eines Lebensmittelindex.
03 · Rendite & Kaufkraft
Mehr Euro.
Auch mehr Kaufkraft?
Auch wenn Ihr Geld wächst, können steigende Preise den Zuwachs aufzehren. Entscheidend ist, was Sie sich später dafür leisten können.
Jetzt kommt die Rendite ins Spiel.
100.000 €·20 Jahre·2 % Inflation
Rendite und Kaufkraft
Zwei Wege. Derselbe Ausgangspunkt.
Gleicher Startbetrag, gleiche Zeit, gleiche Inflation. Vergleichen Sie, welchen Unterschied die Rendite macht.
Betrag und Inflation gelten für beide Beispiele.
Für einen reinen Zeitvergleich wählen Sie dieselbe Rendite.
Hier zählt die Dauer der Anlage. Ein späterer Einstieg mit einer Wartezeit wird nicht berechnet.
Die Renditen sind Rechenbeispiele nach Kosten und vor Steuern – keine erwarteten Erträge. Es wird ein Einmalbetrag ohne weitere Einzahlungen verglichen.
01Beispiel 1
Gleicher Start: 100.000 €
Renditeannahme: 2 % pro Jahr
nach Kosten · vor Steuern
Nach 20 Jahren
Aus Ihrem Geld werden
148.595 €2 % Inflation pro Jahr
Die Preise steigen ebenfalls.
Daraus folgt
Damit kaufen Sie so viel wie heute für
100.000 €Kaufkraft bleibt erhalten
Der Betrag wächst; die Kaufkraft bleibt gleich.
02Beispiel 2
Gleicher Start: 100.000 €
Renditeannahme: 5 % pro Jahr
nach Kosten · vor Steuern
Nach 20 Jahren
Aus Ihrem Geld werden
265.330 €2 % Inflation pro Jahr
Die Preise steigen ebenfalls.
Daraus folgt
Damit kaufen Sie so viel wie heute für
178.559 €Kaufkraft wächst
Die Rendite liegt über der Inflation.
Bei 2 % Rendite und 2 % Inflation bleibt die Kaufkraft gleich. Bei 5 % Rendite wächst sie in diesem Beispiel.
Nach 20 Jahren beträgt der Unterschied 78.559 € in heutiger Kaufkraft.
Beispielrechnung in heutiger Kaufkraft.
Nach 20 Jahren
Kaufkraftvorsprung+78.559 €Beispiel 2 gegenüber Beispiel 1
Mit Links und Rechts wechseln Sie das Anlagejahr. Pos1 führt zum Start, Ende zum längeren Endjahr, Escape zum letzten gemeinsamen Jahr. Bei getrennten Laufzeiten endet jeder Verlauf an seinem gewählten Jahr.
Auf dem Diagramm oder am Regler ein Jahr auswählen.
Rendite und Inflation sind konstante Beispiele. Nach Kosten, vor Steuern; Erträge werden wiederangelegt. Tatsächliche Werte schwanken, Verluste sind möglich. Keine Prognose.
Kaufkraft nach Jahren als Tabelle
100.000 € Startbetrag · 2 % Inflation · Beispiel 1: 2 %, Beispiel 2: 5 % Rendite nach Kosten, vor Steuern. Alle Werte in heutiger Kaufkraft.
| Jahr | 2 % pro Jahr | 5 % pro Jahr |
|---|---|---|
| Heute | 100.000 € | 100.000 € |
| 1 | 100.000 € | 102.941 € |
| 2 | 100.000 € | 105.969 € |
| 3 | 100.000 € | 109.086 € |
| 4 | 100.000 € | 112.294 € |
| 5 | 100.000 € | 115.597 € |
| 6 | 100.000 € | 118.997 € |
| 7 | 100.000 € | 122.497 € |
| 8 | 100.000 € | 126.099 € |
| 9 | 100.000 € | 129.808 € |
| 10 | 100.000 € | 133.626 € |
| 11 | 100.000 € | 137.556 € |
| 12 | 100.000 € | 141.602 € |
| 13 | 100.000 € | 145.767 € |
| 14 | 100.000 € | 150.054 € |
| 15 | 100.000 € | 154.467 € |
| 16 | 100.000 € | 159.011 € |
| 17 | 100.000 € | 163.687 € |
| 18 | 100.000 € | 168.502 € |
| 19 | 100.000 € | 173.458 € |
| 20 | 100.000 € | 178.559 € |
Wie wird die Kaufkraft berechnet?
Der Geldbetrag zeigt, wie viele Euro Sie später hätten. Die Kaufkraft zeigt, was diese Euro zu heutigen Preisen wert wären. Die Inflation ist kein Abzug vom Konto: Sie verändert, was Sie sich dafür kaufen können.
Ein einfaches Beispiel
Aus 100 € werden bei 5 % Rendite nach Kosten in einem Jahr 105 €. Bei 2 % Inflation entsprechen diese 105 € einer heutigen Kaufkraft von 102,94 €.
Die genaue Rechnung
Kaufkraft = Startbetrag × ((1 + Rendite) ÷ (1 + Inflation))Jahre
Als Überschlag ergibt 5 % minus 2 % etwa 3 % Kaufkraftzuwachs. Genau gerechnet sind es rund 2,94 %. Alle Eurobeträge und Linien verwenden die genaue Rechnung.
Nach Kosten, vor Steuern
Die gewählten Renditen sind bereits nach angenommenen Anlage-, Depot- und Betreuungskosten gemeint. Individuelle Gebühren werden nicht ermittelt und nicht nochmals abgezogen. Die Rechnung berücksichtigt keine Steuern.
Sind die angenommene Rendite und die Inflation gleich hoch, bleibt die Kaufkraft vor Steuern rechnerisch gleich. Bei einer echten Geldanlage steht dieses Ergebnis nicht fest.
Was der getrennte Zeitvergleich zeigt
Beide Beispiele beginnen heute mit demselben Betrag. Bei 30 und 35 Anlagejahren vergleichen Sie die Endwerte zu zwei verschiedenen Zeitpunkten. Das ist nicht dasselbe wie fünf Jahre warten und dann investieren: Was während einer Wartezeit mit dem Geld geschieht, wird hier nicht berechnet.
Im Diagramm werden die beiden Werte eines Jahres gegenübergestellt. Nach dem Ende der kürzeren Anlagezeit ist dieser Vergleich nicht mehr möglich. Liegen beide Renditen unter der Inflation, muss der Abstand mit der Zeit nicht immer größer werden.
Was bedeutet der Prozentwert beim Kaufkraftvorsprung?
Der Eurobetrag ist der Kaufkraftunterschied im gewählten Jahr. Der Prozentwert setzt diesen Unterschied zum kleineren Kaufkraftwert ins Verhältnis. Er ist keine zusätzliche Rendite pro Jahr.
So können Sie starten
Einmalanlage, Sparplan – oder beides.
Einmalanlage
Vorhandenes Kapital einmalig investieren – den Betrag bestimmen Sie.
Sparplan
Regelmäßig einen Betrag anlegen, der zu Ihrem monatlichen Budget passt.
Kombination
Mit einer Einmalanlage starten und zusätzlich regelmäßig weitersparen.
Einmalig, regelmäßig oder kombiniert
Flexibel über Ihr Depot.
Geld nachlegen, die Sparrate ändern oder pausieren: Sie bestimmen, wie Sie weiter investieren. Entnahmen planen wir passend zu den gewählten Anlagen.
Verkäufe erfolgen zum dann verfügbaren Kurs. Abwicklungszeiten und mögliche Einschränkungen hängen von der Anlage ab.
Planvoll entscheiden
Warum hilft ein Plan, bevor die Märkte unruhig werden?
Wer Ziele, Rücklagen und Anlagezeitraum vorab klärt, hat eine Grundlage für seine Entscheidungen – auch wenn die Kurse schwanken oder neue Schlagzeilen verunsichern.
Sollte ich auf den perfekten Einstieg warten?
Ob der Markt nächste Woche günstiger steht, lässt sich nicht verlässlich wissen. Schon das Warten ist deshalb eine Entscheidung: Sie verzichten zunächst auf die Entwicklung des Marktes – nach oben wie nach unten.
Wie lange warten Sie?
Fallen die Kurse, könnten Sie auf noch niedrigere warten. Steigen sie, erscheint der Einstieg plötzlich zu teuer. Ohne festen Plan kann sich der Start immer weiter verschieben.
Zwei Zeitpunkte müssen passen.
Ein Verkauf vor dem Rückgang reicht nicht. Sie müssten auch rechtzeitig zurück sein, um eine Erholung mitzunehmen.
Die Erholung kündigt sich nicht zuverlässig an
Vanguard zeigt anhand globaler Aktienmarktdaten von 1980 bis Ende 2025: Sehr gute und sehr schlechte Börsentage lagen häufig nah beieinander. Wer nach einem Rückgang aussteigt, kann deshalb gerade die anschließenden starken Tage verpassen.
Was wir stattdessen besprechen
Zuerst klären wir Rücklagen, Ziel, Anlagezeitraum und Risiko. Anschließend legen wir einen Einstieg fest. Ein vorab geplanter Einstieg in mehreren Schritten kann das Durchhalten erleichtern, garantiert aber keinen besseren Kaufpreis als eine sofortige Anlage.
Quelle: Vanguard, „Four charts to coach your clients through market turbulence“, 4. März 2026. Historische Beobachtung, keine Vorhersage für den nächsten Börsenverlauf. Die Quelle ist am Seitenende verlinkt.
Warum hilft eine klare Strategie?
Eine klare Strategie beantwortet wichtige Fragen, bevor die Kurse unruhig werden: Wofür legen Sie an? Wie lange? Welche Verluste können Sie tragen? Und wann wäre eine Änderung tatsächlich nötig?
Jede Nachricht wird zur neuen Entscheidung.
Angst, Euphorie oder ein neuer Trend können dazu verleiten, häufig zu kaufen und zu verkaufen.
Zuerst prüfen, dann entscheiden.
Wir schauen gemeinsam auf Ihr Ziel und Ihre Situation. Passt die Strategie noch, muss sie nicht wegen einer Schlagzeile geändert werden.
Was kann das für das Anlageergebnis bedeuten?
Morningstar ermittelte für untersuchte US-Fonds und ETFs von 2016 bis 2025 rund 9,9 % jährliche Fondsrendite, während der durchschnittlich investierte Dollar 8,7 % erzielte. Der Unterschied von etwa 1,2 Prozentpunkten pro Jahr hängt mit Zeitpunkt und Umfang der Ein- und Auszahlungen zusammen.
Die Lücke ist kein reiner Nachweis von Anlegerfehlern: Auch sinnvolle Sparraten und Entnahmen beeinflussen sie. Sie belegt ebenso wenig eine garantierte Mehrrendite durch Beratung.
Unser Beitrag
Wir helfen Ihnen, unnötige Wechsel, unpassende Risiken und vorschnelle Entscheidungen zu vermeiden. Auch Kosten und die Eignung der Anlagen gehören zur Prüfung. Über Änderungen entscheiden Sie; eine höhere Rendite ist dadurch nicht garantiert.
Quelle: Morningstar, „Mind the Gap 2026“, Zehnjahreszeitraum bis 31.12.2025. US-Untersuchung, keine Messung der S & C-Betreuung. Quelle am Seitenende.
04 · Geld strukturieren
Wann brauchen Sie das Geld wieder?
Je näher eine geplante Ausgabe rückt, desto wichtiger werden Verfügbarkeit und geringe Wertschwankungen.
Kurz, mittel oder langfristig?
K steht für kurzfristig, M für mittelfristig und L für langfristig.
K · bis ca. 3 Jahre
Die Reserve kommt zuerst.
Für unerwartete Ausgaben bleibt Geld schnell verfügbar. Auch absehbare Anschaffungen in den nächsten Jahren brauchen eine eigene Rücklage.
Wie groß die Reserve sein sollte, hängt von Ihren Ausgaben, Verpflichtungen und der Sicherheit Ihres Einkommens ab.
Geplante größere Ausgaben kommen zur Notfallreserve hinzu. Je nach Haushalt kann ein anderer Puffer nötig sein.
M · ca. 3–15 Jahre
Flexibel bleiben.
Geld, das Sie in drei Jahren brauchen, sollte anders angelegt sein als Geld mit zwölf Jahren Zeit. Entscheidend ist, wann Sie es voraussichtlich auszahlen möchten.
Auch Entnahmen lassen sich planen. Verkaufskurse, Abwicklungszeiten und mögliche Einschränkungen hängen von den Anlagen ab.
Welche Anlagen ins Depot passen, hängt auch davon ab, wann Sie das Geld benötigen.
L · ab ca. 15 Jahren
Langfristig planen.
Für den Ruhestand, den Vermögensaufbau oder die nächste Generation kann Geld viele Jahre investiert bleiben. Ein Depot kommt dafür ebenso infrage wie für mittelfristige Ziele.
Ein langer Zeitraum kann helfen, Rückschläge auszusitzen. Entscheidend bleibt, welche Verluste Sie finanziell und persönlich tragen können.
Wann kommt ein Versicherungsmantel infrage?
Ein Versicherungsmantel verbindet die Geldanlage – etwa in Fonds – mit einem Versicherungsvertrag. Bei einer privaten Rentenversicherung kann je nach Vertrag später eine lebenslange Rente gewählt werden.
Für sehr langfristige Ziele können die steuerliche Behandlung und die spätere Auszahlung eine Rolle spielen. Ob sich das gegenüber einem Depot lohnt, hängt auch von Abschluss-, Verwaltungs- und Fondskosten sowie den Möglichkeiten für Entnahmen und Änderungen ab.
Eine lange Laufzeit allein macht einen Versicherungsmantel nicht zur besseren Lösung. Wir vergleichen die vertraglichen Leistungen, Kosten und Flexibilität mit einer Depotanlage. Steuervorteile gelten nur unter den jeweiligen gesetzlichen Voraussetzungen und sind kein Ersatz für diesen Vergleich.
Die Zeiträume sind Richtwerte.
Wann Sie das Geld brauchen, ist geklärt. Was soll die Anlage dafür leisten?
Das magische Dreieck der Geldanlage
Hohe Rendite. Hohe Sicherheit.
Jederzeit verfügbar?
Alle drei Ziele lassen sich nicht gleichzeitig maximieren. Wählen Sie zwei Schwerpunkte und sehen Sie den typischen Kompromiss.
- Rendite
- Welchen Ertrag kann die Anlage bringen?
- Sicherheit
- Wie verlässlich bleibt ihr Wert?
- Verfügbarkeit
- Wie schnell kommen Sie an Ihr Geld?
Ihre Prioritäten
Rendite + Sicherheit
Erträge möglichst verlässlich planen und den Geldbetrag stabil halten.
Das Geld länger festlegen.
Eine feste Laufzeit kann mit einem fest vereinbarten Zins verbunden sein. Vorzeitiger Zugriff ist dann häufig eingeschränkt. Ob sich die Bindung lohnt, hängt vom Angebot ab.
Eine längere Bindung macht eine Anlage nicht automatisch sicherer oder ertragreicher.
Ihre Prioritäten
Rendite + Verfügbarkeit
Ertragschancen nutzen und bei Bedarf verkaufen können.
Kursschwankungen akzeptieren.
Ein Fonds kann täglich handelbar sein, während sein Wert schwankt. Beim Verkauf kann deshalb weniger zurückkommen, als Sie eingezahlt haben.
Schneller Zugriff bedeutet nicht, dass Ihr Geldwert jederzeit stabil bleibt.
Ihre Prioritäten
Sicherheit + Verfügbarkeit
Den Geldbetrag möglichst stabil halten und schnell darauf zugreifen.
Geringere Ertragschancen.
Bei wenig Risiko und schnellem Zugriff sind die Ertragschancen häufig begrenzt. Bleibt der Zins unter der Inflation, sinkt die Kaufkraft.
Für die Reserve kann genau diese Kombination sinnvoll sein.
Typische Zielkonflikte – keine feste Zuordnung zu einem Produkt.
Häufige Fragen
Was möchten Sie noch wissen?
Wie viel sollte als Rücklage verfügbar bleiben?
Das hängt von Ihren laufenden Ausgaben, Verpflichtungen und der Sicherheit Ihres Einkommens ab. Etwa drei Nettomonatsgehälter können eine erste Orientierung für die Notfallreserve geben. Geld für bereits geplante größere Anschaffungen kommt zusätzlich dazu.
Kann ich mit den gezeigten Renditen rechnen?
Nein. Die 0 bis 7 % sind frei gewählte Beispiele nach Kosten und vor Steuern. Keine dieser Zahlen sagt voraus, wie sich eine Anlage oder ein S & C Weltportfolio entwickeln wird.
Tatsächliche Ergebnisse schwanken und können negativ sein. Bei einem Tagesgeld ändern sich zudem die Zinsen; die Annahme von beispielsweise 2 % über den gesamten Zeitraum ist keine Zusage. Für Rücklagen kann Verfügbarkeit wichtiger sein als langfristiges Wachstum.
Ist ein Sparplan auch mit 100 € im Monat möglich?
Auch mit 100 € im Monat lässt sich grundsätzlich ein Sparplan beginnen. Die Rate sollte zu Ihrem Budget passen und genug Raum für Rücklagen lassen. Welche Anlage infrage kommt, hängt auch von Kosten und Zeitraum ab. Die Rechner auf dieser Seite rechnen mit einer Einmalanlage, nicht mit monatlichen Einzahlungen. Auch ein Sparplan kann an Wert verlieren.
Kann ich meine Geldanlage auch selbst organisieren?
Ja. Sie können ein Depot eröffnen und Ihre Anlagen selbst auswählen. Wir helfen Ihnen, Ihre Ziele, den verfügbaren Zeitraum und Ihre finanziellen Möglichkeiten in einen konkreten Anlageplan zu übersetzen. Auch bei späteren Entscheidungen stehen wir Ihnen zur Seite. Ob Sie das selbst übernehmen oder sich begleiten lassen möchten, entscheiden Sie.
Unseren Beratungsablauf kennenlernenRechenannahmen und Quellen
So hängen die Beispiele zusammen
Zeitmaschine und Renditevergleich verwenden denselben Startbetrag, dieselbe Inflation und zunächst denselben Zeitraum. Beim getrennten Zeitvergleich wählen Sie die beiden Anlagezeiten einzeln. Die Zeitmaschine rechnet weiter mit dem oben gewählten Zeitraum. Ihre Angaben bleiben auf Ihrem Gerät und werden weder gespeichert noch übertragen.
Kaufkraft ohne Ertrag
Kaufkraft = Startbetrag ÷ (1 + Inflation)Jahre
Die Zeitmaschine rechnet ohne Zinsen, Kosten, Steuern und weitere Zahlungen. Sie können einen Beispielbetrag oder einen eigenen Betrag von 1 € bis 10.000.000 € wählen, dazu 2, 3 oder 4 % Inflation und einen Zeitraum von heute bis 40 Jahre.
Zwei Renditeannahmen vergleichen
Geldwert = Startbetrag × (1 + Rendite)Jahre
Kaufkraft = Geldwert ÷ (1 + Inflation)Jahre
Beide Beispiele beginnen mit demselben Betrag und derselben Inflation. Zunächst gilt auch dieselbe Laufzeit. Wählbar sind 0 bis 7 % Rendite und bis zu 40 Jahre. Bei getrennten Laufzeiten endet jede Linie nach ihrer gewählten Anlagezeit. Alle Werte im Diagramm sind in heutiger Kaufkraft angegeben.
Kosten, Steuern und Verlauf
Die Renditen im Vergleich gelten nach den angenommenen laufenden Anlage-, Depot- und Betreuungskosten. Individuelle Kosten werden hier nicht ermittelt; es gibt keinen weiteren Gebührenabzug. Steuern werden nicht berücksichtigt. Erträge werden rechnerisch vollständig wiederangelegt. Jahresraten bleiben konstant; Ein- und Auszahlungen sowie tatsächliche Kursschwankungen sind nicht modelliert.
Bei gleicher Rendite und Inflation bleibt die Kaufkraft vor Steuern exakt gleich. Ein positiver Ertrag unterhalb der Inflation lässt den Geldbetrag wachsen, aber die Kaufkraft sinken. Höhere Rechenannahmen sind frei gewählt, nicht eine Einschätzung ihrer Wahrscheinlichkeit oder ein Renditeversprechen.
Rundung und Darstellung
Eurobeträge werden auf ganze Euro gerundet. Die Berechnung verwendet ungerundete Werte. Die senkrechte Achse beginnt bei null. Bei gleicher Rendite sind die Verläufe bis zum kürzeren Endjahr identisch. Für null Anlagejahre wird nur der Startwert gezeigt. Ein wachsender Abstand ist nicht für jede Kombination garantiert, insbesondere nicht bei zwei Renditen unterhalb der Inflation.
Historische Alltagspreise
Die Alltagspreise zeigen historische Einzelbeispiele. Die Maßreihe und der Fahrschulvergleich bleiben aus der bisherigen Fassung erhalten. Das Briefporto ersetzt den bisherigen Lebensmittelindex; Daten und Quellen stehen direkt bei den Preistabellen.
Quellen zu den Grundlagen
- EZB · Was ist Inflation? (öffnet einen neuen Tab)Preisniveau, Warenkorb und persönliche Kaufkraft · Deutsch
- EZB · Nominal und real (öffnet einen neuen Tab)Grundbegriffe; die Seite nutzt die exakte Verhältnisrechnung statt der dort erläuterten Näherung · Deutsch
- SEC · Zinseszinseffekt (öffnet einen neuen Tab)Aufzinsung über längere Zeiträume · Englisch
- SEC · Gebühren und Anlageergebnis (öffnet einen neuen Tab)Wie Produkt- und Dienstleistungskosten die Ergebnisse mindern · Englisch
- SEC · Anlagezeitraum und Risikostreuung (öffnet einen neuen Tab)Persönliche Ziele, Risiko und Anlageaufteilung · Englisch
- FINRA · Market Timing (öffnet einen neuen Tab)Chancen und Risiken kurzfristiger Ein- und Ausstiegsversuche · Englisch
- Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein · Rücklage für Notfälle (öffnet einen neuen Tab)Zwei bis drei Monatsgehälter als Faustregel. Auf dieser Seite werden etwa drei Nettomonatsgehälter als Orientierung genannt; der Bedarf ist individuell.
- FFB · Sparen, Sparraten anpassen und entnehmen (öffnet einen neuen Tab)Depotfunktionen und Anpassungsmöglichkeiten. Maßgeblich sind die Bedingungen und die Verfügbarkeit der konkret gewählten Anlagen.
- Bundesfinanzministerium · Besteuerung von Versicherungsleistungen (öffnet einen neuen Tab)Steuerliche Behandlung von Lebens- und Rentenversicherungen; abhängig von Vertragsgestaltung und gesetzlichen Voraussetzungen.
- Verbraucherzentrale · Kosten bei Fonds und Versicherungen (öffnet einen neuen Tab)Kostenarten und ihre Bedeutung beim Vergleich von Anlage- und Vorsorgeprodukten.
Die Quellen erklären die Grundlagen. Die Renditebeispiele und Schaubilder dieser Seite sind eigene Darstellungen von S & C, keine Bewertungen unserer Portfolios durch die genannten Stellen.
Anlageziele: Rendite, Sicherheit und Verfügbarkeit
Das Dreieck hilft, Rendite, Sicherheit und Verfügbarkeit gegeneinander abzuwägen. Die drei Kombinationen zeigen typische Zielkonflikte, keine feste Produktregel. Zwei Ziele zu priorisieren bedeutet nicht, beide vollständig zu erreichen. Weniger Verfügbarkeit allein garantiert weder Sicherheit noch eine hohe Rendite. Auch ein schnell verkäuflicher Fonds kann stark an Wert verlieren.
- Verbraucherzentrale Niedersachsen · Das magische Dreieck der Geldanlage (öffnet einen neuen Tab)Grundlagen der drei Anlageziele und ihrer Zielkonflikte. Das interaktive Schaubild ist eine eigene vereinfachte Darstellung von S & C, keine individuelle Empfehlung.
- Verbraucherzentrale · Tagesgeld, Festgeld und Verfügbarkeit (öffnet einen neuen Tab)Feste Laufzeiten, vorzeitiger Zugriff und Unterschiede zur variablen Tagesgeldverzinsung.
Zusätzliche Anlagejahre
Der getrennte Zeitvergleich stellt unterschiedliche Anlagedauern gegenüber. Ein späterer Einstieg oder die Verwendung des Geldes nach dem Ende einer Anlagezeit ist nicht enthalten. Der Graph vergleicht beide Werte eines Jahres nur so lange, wie beide Anlagezeiten laufen.
Ergänzende Grundlagen zu Inflation und Anlegerverhalten
- Deutsche Bundesbank · Preisstabilität (öffnet einen neuen Tab)Kaufkraft, Nachfrage und die Wirkung von Zinsen.
- Deutsche Bundesbank · Wie Buchgeld entsteht (öffnet einen neuen Tab)Buchgeldschöpfung bei der Kreditvergabe.
- Deutsche Bundesbank · Anleihekäufe und Geldpolitik (öffnet einen neuen Tab)Zentralbankgeld, Finanzierungskonditionen und Nachfrage.
- EZB · Geldmenge und Inflation (öffnet einen neuen Tab)Warum mehr Zentralbankgeld nicht automatisch dieselbe Wirkung auf die Verbraucherpreise hat.
- Deutsche Bundesbank · Staatsausgaben und Nachfrage (öffnet einen neuen Tab)Unterscheidung von Nachfrageimpulsen und längerfristigen Investitionswirkungen.
- Vanguard · Market Timing und Börsentage (öffnet einen neuen Tab)Veröffentlichung 4. März 2026; Beobachtung globaler Aktienmarktindizes bis Ende 2025. Gute und schlechte Börsentage liegen häufig nah beieinander. Keine Übernahme von Abbildungen.
- Morningstar · Mind the Gap 2026 (öffnet einen neuen Tab)US-Fonds und ETFs, 2016–2025: 9,9 % Fondsrendite gegenüber 8,7 % Investor-Rendite. Die Differenz ist nicht ausschließlich auf Fehler zurückzuführen und misst keinen Beratungsvorteil.
Die K/M/L-Flächen zeigen keine Anlagequoten. Die Jahresangaben sind grobe Orientierung; daraus folgt weder eine feste Aktienquote noch ein Vorteil eines Versicherungsmantels. Die neu ergänzten Erläuterungen wurden anhand der genannten Quellen am 6. Oktober 2026 geprüft.
Weiter mit Teil 2
Märkte & Risikostreuung.
Aktien, Geldmarkt, Anleihen und Rohstoffe können unterschiedliche Aufgaben im Portfolio übernehmen. Im nächsten Teil sehen Sie, wie sie auf Wirtschaft, Zinsen und Inflation reagieren – und warum Risikostreuung wichtig ist.
Geldanlage bei S & C · Die vier Teile im Überblick
Geldanlage bei S & C.
Vier Teile, ein Gesamtbild.
Von den Grundlagen über Märkte und Risikostreuung bis zu unseren Weltportfolios und der langfristigen Depotbetreuung: Wählen Sie den Teil, der Sie interessiert.
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